Aktuelle Orientierung für die Versorgung

Nachbehandlungsempfehlungen 2026: Überarbeitete Inhalte und neue Instrumente

© DGOU

Wenn Patientinnen und Patienten nach einer Verletzung ihren Weg zurück in den Alltag finden sollen, braucht es klare Strukturen und verlässliche Orientierung. Genau dafür entwickelt der gleichnamige Arbeitskreis der DGOU‑Sektion Rehabilitation – Physikalische Therapie jedes Jahr seine Empfehlungen weiter. „Die Nachbehandlung ist ein zentraler Bestandteil jeder orthopädisch‑unfallchirurgischen Therapie. Unsere Empfehlungen sollen Ärztinnen und Ärzten eine klare, praxisnahe Orientierung geben – damit Versorgung nicht nur gelingt, sondern nachhaltig wirkt“, sagt Dr. Jörg Schmidt, Leiter des Arbeitskreises. Die Ausgabe 2026 knüpft daran an und bietet zahlreiche inhaltliche Erweiterungen und Aktualisierungen. Sie steht allen Mitgliedern in „Meine OU“ zum Download bereit.

Erweiterungen im Grundlagenteil 2026

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Aktualisierung liegt auf den Erweiterungen im Grundlagenteil. Neu aufgenommen wurden die S3‑Leitlinie zur Prophylaxe der venösen Thromboembolie, die Reha‑Phasen und ihre Ziele sowie das Kapitel zur Fahrtüchtigkeit nach Operationen und Traumata der unteren Extremität. „Mit den neuen Kapiteln schließen wir wichtige Lücken, sodass die neue Ausgabe die Realität der Versorgung noch besser abbildet“, betont Dr. Jörg Schmidt.

Neue Empfehlungen zu Handverletzungen

Darüber hinaus wurden mehrere Empfehlungen inhaltlich aktualisiert – in der Ausgabe klar gekennzeichnet. Besonders hervorzuheben sind die neuen Empfehlungen zu Handverletzungen, darunter die Mittelhandknochen‑1‑Basisfraktur (konservativ und operativ) sowie die Läsion des TFCC (Triangulärer fibrokartilaginärer Komplex) in beiden Versorgungsformen. Damit wird ein Schwerpunkt des diesjährigen Updates umgesetzt, der im Vorwort angekündigt wurde.

Weiterentwicklung und Ausblick

Wie gewohnt sind alle Krankheitsbilder übersichtlich aufbereitet: Stabilitätsgrade, Therapiezielsetzungen und Maßnahmen lassen sich schnell erfassen und in den klinischen Alltag integrieren. Die Empfehlungen können direkt für Arztbriefe genutzt oder Patientinnen und Patienten zur Orientierung mitgegeben werden. 

Auch künftig sollen die Inhalte weiterentwickelt werden. Das Autorenteam lädt ausdrücklich dazu ein, Anregungen aus den Fachgruppen der DGOU einzubringen, um die Nachbehandlungsempfehlungen weiterhin praxisnah und wissenschaftlich fundiert auszubauen.

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