AG Entwicklungszusammenarbeit in O&U

Zielsetzung

Die Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit in O&U (EZOU) bietet Interessierten ein Forum zur aktiven Mitarbeit auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit. 

Kolleginnen und Kollegen sollen informiert und aktiviert werden, sich für Projekte in unterschiedlichen Ländern zu engagieren. Im Rahmen von Förderprogrammen sollen unter schwierigen Bedingungen wissenschaftliche Untersuchungen entwickelt und durchgeführt werden. 

Das Kernprojekt in Nepal ist ein gutes Beispiel für eine wissenschaftliche Untersuchung unter schwierigen Bedingungen.

Leiterin

Dr. Anja Cornelia Helmers
Orthopädie/Traumatologie
Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau, Berlin

E-Mail

Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft EZOU betreuen die Mitglieder eigene, unabhängige Projekte auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit. Diese Einzelprojekte sind unabhängig von der AG und liegen in der Verantwortung der jeweils betreuenden Kollegin oder dem Kollegen sowie deren Vereinen:

  • Kernprojekt des RIA: Traumatologisches Projekt in Nepal (Prof. Dr. Mutschler)
  • Namibia (Dr. Schneider)
  • Kamerun (Dr. Doll)
  • Südindien und Tansania (Dr. Helmers)
  • Kongo (Dr. Schreiner)

Nachdem bereits 2022 Namibia als Projektland für den DKOU eingeführt wurde, ist das Namibia-Projekt für den DKOU 2025 durch die drei Kongresspräsidenten erneut ins Programm genommen worden.
 

Ausgangslage und Bedarf

Ausgangspunkt für das Projekt ist das Katutura State Hospital in Windhoek, das größte staatliche Krankenhaus Namibias. Ziele sind die Renovierung und Erweiterung der operativen Infrastruktur (inklusive drittem OP-Saal) sowie die Verbesserung der Basisinstrumentierung – insbesondere Bohrsysteme und Sägen für Osteosynthesen.

Trotz erster Fortschritte bestehen weiterhin substanzielle Lücken in der Ausstattung. Namibia (2,5-faches der Fläche Deutschlands) verfügt im staatlichen Sektor lediglich über wenige Zentren, die Osteosynthesen und orthopädische Eingriffe vorhalten; dies bedingt Wartezeiten und Anfahrtswege von mehreren hundert Kilometern. Das ärztliche Personal ist überwiegend gut qualifiziert, jedoch limitiert die Materialverfügbarkeit die Versorgungsqualität.

Vorgehen, Logistik und Qualitätssicherung

  • Beschaffung gebrauchter, funktionsfähiger Osteosynthesesiebe, Bohrmaschinen und Sägen aus Klinikschließungen in Deutschland
  • Transport in Kooperation mit der Schwenk-Gruppe (Logistik) und deren namibischer Tochter Ohorongo Cement
  • Persönliche Übergabe und Einweisung vor Ort; Verteilung ausschließlich in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium sowie der Traumatologie in Windhoek
  • Aktueller Zusatzbedarf: Röntgenschürzen und mobile Patientenliegen für die unfallchirurgische Ambulanz

Mitwirkung, Spenden und DKOU-Formate

Interessierte können das Projekt am Informationsstand B 114 (CityCube, Ebene 2, Halle B) sowie in der EZOU-Session besuchen (Donnerstag, 30. Oktober 2025, 14:30-15:30 Uhr, Raum London 1). Ergänzend findet an den Kongresstagen Dienstag bis Donnerstag jeweils in der letzten Pause um 16:30 Uhr eine Weinverkostung statt (BVOU-Stand, Ebene 2, Eingang zur Halle B, rechte Seite); der Verkauf beinhaltet einen Spendenanteil zugunsten der EZOU-Projekte. Hinweise zu Klinikschließungen sind willkommen, um gezielt Material zu sichern.

Spenden wirden entgegengenommen unter:

Kontoinhaber: DGOU e.V.
Kreditinstitut: Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG
IBAN: DE34 3006 0601 0007 4267 39
BIC: DAAEDEDD
Zweck: Spende Namibia 25.

Kontakt

Dr. Markus Schneider (Bamberg)
Dr. Anja Helmers (Delegierte RIA/EZOU), Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau, Zentrum für Kinder- und Jugendorthopädie

  • Mitglied werden Mitglied werden
  • Kontakt Kontakt