Oktober 2013

Babak Moradi: 50.000 Euro Forschungsförderung

Für die vergleichende Untersuchung des entzündlichen Geschehens bei rheumatoider Arthritis und Arthrose hat der Heidelberger Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Babak Moradi eine Start-up-Förderung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie von insgesamt 50.000 Euro erhalten. Moradi wurde 2007 an der Harvard University/Dana-Faber Cancer Institut in Boston, USA, promoviert, hat Forschungsaufenhalte in Australien, Italien und den USA absolviert und dafür insgesamt vier Stipendien erhalten.

Moradi wird insbesondere die regulatorischen T-Zellen in den Blick nehmen, die bei den Erkrankungen eine Schlüsselrolle spielen. Er möchte in seinem Projekt die Funktion dieser Zellen bei der Entstehung der jeweiligen Krankheitsbilder sowohl in der Gelenkinnenhaut als auch im Blut analysieren und neu bewerten. Auf dieser Basis sollen neue Ansätze zur Manipulation der regulatorischen T-Zellen und damit zur Therapie der Erkrankungen gefunden werden.


Welche Leistung/Entdeckung/Entwicklung bewundern Sie am meisten?

Viel mehr als spezielle Leistungen im Einzelnen bewundere ich den selbstlosen Forschergeist.

Was sollte unbedingt noch erfunden werden?

Wir brauchen unbedingt eine Therapie für Arthrose, um diese Erkrankung behandeln und heilen zu können. Daran forschen wir in unserer Arbeitsgruppe. 

Was hat Sie dazu gebracht, Orthopäde/Unfallchirurg zu werden?

Mir macht Medizin insgesamt sehr viel Spaß, somit könnte ich mir die Arbeit in vielen Fachbereichen gut vorstellen. Ich wollte aber schon immer chirurgisch arbeiten. Im praktischen Jahr habe ich das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie besser kennengelernt, dabei setzte ich mich mit Begeisterung mit dem Bewegungsapparat auseinander.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf am meisten?

Das Gefühl zu haben, etwas Sinnvolles zu tun und meinen persönlichen Ehrgeiz in einem Bereich umzusetzen, in dem ich Menschen helfen kann.

Wenn nicht Orthopäde/Unfallchirurg – was würden Sie gerne sein?

Ich hätte mir nach dem Abitur auch vorstellen können, Kunst zu studieren. Glücklicherweise merkte ich aber, dass ich meine Kreativität auch sehr gut in der Grundlagenforschung nutzen kann.

Können Sie sich noch an Ihre erste OP erinnern?

Meine erste OP war ganz klassisch eine Metallentfernung. Es lief zum Glück wunderbar und der Patient war danach geheilt. 

Wie können Sie nach der Arbeit am besten entspannen?

Ich versuche den Rat, den wir den Patienten oft mitgeben, selbst umzusetzen: viel Bewegung und Sport.

Auf welches Ereignis der nächsten Zeit freuen Sie sich schon?

Auf meinen nächsten Surfurlaub.

Was geben Sie zukünftigen Orthopäden und Unfallchirurgen mit auf den Weg?

Die Vielfalt dieses Faches zu erkunden und voll auszuschöpfen, um die eigene Nische zu finden. 

Weitere Infos

Kontakt

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailMaria Hauk
Tel.: 030 – 340 603 604

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailStefanie Schnarr
Tel.: 030 – 340 603 611

Geschäftsstelle

Weitere Ansprechpartner

© Andrey Popov / Fotolia / DGOU
© OUMN / DGOU
© DKOU / DGOU