08.07.2016

In eigener Sache

8 Jahre DGOU: An einem Strang für Orthopädie und Unfallchirurgie

Blick zurück: Die Unterzeichnung des Gründungsvertrages der DGOU am 8. Juli 2008 in Berlin © DGOU

Im Juli 2008 wurde die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) gegründet. Seither bündelt sie als Vereinsverband die Ziele und Aufgaben ihrer beiden Trägervereine, der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Mit 10.300 Mitgliedern ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft inzwischen die zahlenmäßig größte innerhalb der chirurgischen Fächer. Vom losen Interessenbund hin zum starken Vereinsverband – zum Jubiläum der DGOU werfen der erste und der derzeitige Generalsekretär einen Blick zurück und nach vorn.

Die DGOU wurde am 8. Juli 2008 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die übergeordneten Belange des Faches Orthopädie und Unfallchirurgie im Bereich der Forschung und der Lehre, der Fort- und Weiterbildung, in Klinik und in Praxis sowie auf Gebieten der Gesundheitspolitik zu vertreten und die Rahmenbedingungen für das Fach entsprechend zu gestalten.

Der Generalsekretär der DGOU Prof. Dr. Reinhard Hoffmann zieht Zwischenbilanz: „Die DGOU hat seit ihrer Gründung gezeigt, dass man bei den großen Kräften in der Versorgungslandschaft Wirkungen erzielen und konstruktiv als starke Gemeinschaft auftreten kann. Dies macht unter anderem die Attraktivität der DGOU aus.“ Die Mitgliederstärke der Fachgesellschaft habe sich unter anderem auch auf die sich verändernden Versorgungsstrukturen ausgewirkt: Als größte Gruppe innerhalb der Chirurgie komme den Fachärzten für O und U eine besondere Bedeutung zu. „Die Spezialisten für die Behandlung von muskuloskelettalen Erkrankungen, Verletzungen und Polytraumen bieten Kompetenz aus einer Hand. Sie nehmen einen wichtigen Platz im Gesundheitssystem ein, weil sie einen Löwenanteil der Versorgungslast in Deutschland tragen.“

Prof. Dr. Fritz Uwe Niethard ist einer der Gründungsväter der DGOU und war gemeinsam mit Prof. Dr. Hartmut Siebert als erster Generalsekretär der Fachgesellschaft im Amt. Er blickt zurück: „Als die Politik 2003 den gemeinsamen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie beschlossen hat, war das gewissermaßen der Startpunkt für die Entwicklung hin zu einem übergeordneten Vereinsverband auf dem Gebiet O und U: Beide Seiten, die Orthopäden wie auch die Unfallchirurgen, wollten vermeiden, dass ihnen dieser gemeinsame Facharzt einfach übergestülpt wird. Wir wollten agieren, nicht reagieren.“ Bevor die DGOU schließlich aus der Taufe gehoben wurde, sei es ein langer Weg gewesen: Viele verschiedene Kommissionen der beiden Muttervereine arbeiteten zunächst an der Weiterbildungsordnung, später an den Möglichkeiten, die Fachgesellschaften strukturell zusammenzuführen und eine gemeinsame Interessenvertretung zu verwirklichen. „Hier war oftmals Diplomatie gefragt“, erzählt Prof. Niethard.

Prof. Hoffmann schaut in die Zukunft: „Wir haben schon viel erreicht“, sagt er. „Trotzdem liegt natürlich auch noch Einiges vor uns. Ich denke hier beispielsweise an die anstehende Novellierung der Musterweiterbildungsordnung und den Erhalt der Kompetenz des Faches O und U in seiner gesamten Breite. Wir werden weiter an der Umsetzung unserer vorrangigen Ziele arbeiten, die wir 2007 in Potsdam formuliert haben.“ Dazu zähle zum einen eine ärztliche Versorgung, die in erster Linie dem Wohl des Patienten und nicht der zunehmenden Ökonomisierung verpflichtet ist und dennoch die wirtschaftlichen Erfordernisse nicht aus dem Blick lässt. Zum anderen solle die zukunftsweisende Aus- und Weiterbildung von Spezialisten in O und U gesichert und die universitäre Forschungsarbeit weiter professionalisiert werden. „Wir Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sind hier auf einem sehr guten Weg“, betont der Generalsekretär.

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