17.07.2018

Lesetipp

Endoprothesenregister: Ein Anfang ist gemacht

© EPRD

„Wir sind keine Prothesenpolizei“ – was hat es mit dieser Aussage auf sich? Wie lässt sich aus Sicht des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD) das vergangene Jahr rückblickend zusammenfassen? Antworten zu diesen und weiteren Fragen sind in zwei Artikeln zu finden, die jetzt in der „Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie“ (ZfOU) sowie in „Orthopädie und Unfallchirurgie – Mitteilungen und Nachrichten“ (OUMN) erschienen sind.

Im ZfOU-Interview verorten Dr. Andreas Hey, EPRD-Geschäftsführer, und Alexander Grimberg, Leiter Medizin, das EPRD vor dem Hintergrund der zentralen Frage: „Wie steht es um das Ziel, endlich auch im größten nationalen Markt für Endoprothesen in Europa eine valide Nachverfolgung der zahlreichen Endoprothesen-Modelle zu ermöglichen?“ Deutlich wird, dass die für die Nachverfolgung geschaffene Methodik funktioniert, aber eine vollständige Erfassungsrate notwendig ist, wie auch vom EPRD mit Blick auf die Politik gefordert.

Beleuchtet wird zudem, wie das Register von Wechseloperationen und deren Gründen im Rahmen der Strukturen des EPRD sowie der Prozesse zu Datenerfassung und Pseudonymisierung erfährt und wie die Zuordnung zum Ersteingriff erfolgt. Auch auf ausgewählte Ergebnisse aus dem Jahresbericht 2016 wird detailliert eingegangen. Gleichzeitig wird klargestellt, dass sich das EPRD nicht als „Prothesenpolizei“ sieht, also Patienten keine individuellen Empfehlungen hinsichtlich einer einzelnen Klinik oder eines einzelnen Implantats geben kann. Und, dass es trotz erster richtungsweisender Standzeitauswertungen für belastbare Aussagen zu Qualitätsunterschieden einzelner Implantate eines längeren Nachverfolgungszeitraums bedarf.

Auch ein Verweis auf das vom Gesetzgeber geplante Deutsche Implantateregister fehlt nicht. Das EPRD hat den Dialog in Bezug auf dessen Sachstand und das weitere Vorgehen mit dem Bundesgesundheitsministerium fortgesetzt, wie Dr. Andreas Hey im OUMN-Artikel „Erstmals belastbare Aussagen zu Standzeiten“ schreibt. Der EPRD-Geschäftsführer blickt in seinem Beitrag zusammenfassend auf das vergangene Jahr zurück und betrachtet unter anderem, wie das Register erstmals einen Schritt in Richtung mehr Transparenz in Bezug auf die Standzeit künstlicher Gelenke gegangen ist und wie dynamisch es sich entwickelt hat.

Die OUMN ist eine gemeinsame Publikation und die Mitgliederzeitschrift der orthopädisch-unfallchirurgischen Fachgesellschaften DGOU, DGOOC und DGU sowie des Berufsverbands BVOU. Die ZfOU ist offizielles Organ der DGOOC.

Quelle: EPRD-Website

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