19.08.2020

TNT-Kongress

Jetzt kostenfrei anmelden: Virtuelles Treffen der Unfallchirurgen

Der virtuelle Kongressraum für den TNT © TriCAT GmbH, Ulm

Der TNT-Kongress ist neben dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) das wichtigste Meeting der deutschen Unfallchirurgen. Er gilt als gemeinsamer Jahreskongress von TraumaNetzwerk DGU®, Sektion Notfall-, Intensivmedizin und Schwerverletztenversorgung (NIS) und TraumaRegister DGU® (TR-DGU). Aufgrund der Covid-19-Pandemie findet der siebte Kongress dieser Art in diesem Jahr am 11. September 2020 im Netz statt. Wie das konkret funktionieren soll, daran haben die Macher mit viel Energie getüftelt. Einen kleinen Einblick in die Planungen geben NIS-Leiter Prof. Dr. Gerrit Matthes und Markus Blätzinger, Geschäftsführer der AUC – Akademie der Unfallchirurgie.

Der TNT-Kongress findet nicht wie geplant in Salzburg fest. Warum?

Matthes: Auch wenn zum Zeitpunkt dieses Interviews die Infektionszahlen bundesweit erfreulicherweise rückläufig sind und allgemeine Lockerungen umgesetzt werden, wollten wir auf Nummer sicher gehen und keine Veranstaltung planen, von der wir nicht sagen können, ob sie dann auch tatsächlich stattfinden kann. Dies allein aus wirtschaftlichen Erwägungen. Nach Absage des DKOU ist uns die Absage des TNT als physische Präsenzveranstaltung sicherlich nicht leicht gefallen. Denn der Kongress ist ja gerade für Sektion NIS so etwas wie „ihr Baby“. Unsere Entscheidung war hier aber mit den mitveranstaltenden Kollegen der Initiative TraumaNetzwerk DGU® einhellig. Eines war dabei von vornherein klar: Nach den überaus erfolgreichen TNT-Kongressen der letzten Jahre  kann diese Veranstaltung nicht ersatzlos gestrichen werden.

Wie wird ein vollständig virtueller TNT-Kongress aussehen?

Matthes: Wir werden uns eines neuen Formates bedienen. Die Veranstaltung wird komplett virtuell stattfinden und dabei weitaus mehr als ein Webinar bieten.

Blätzinger: Wir werden eine komplett virtuelle Kongresslösung in Kooperation mit unserem Partner tricat nutzen, um ein echtes Highlight zu bieten. In einem virtuellen Kongressraum können gemeinsam bis zu 500 Teilnehmende Präsentationen auf großen Media Walls einschließlich Sound und Video verfolgen. Die Teilnehmenden und Protagonisten werden als künstliche Personen agieren – als sogenannte Avatare. Alle erhalten einen Platz in der virtuellen Welt. Der Besucher kann sich dann aus der Perspektive des Avatars bewegen und mit anderen Avataren, also anderen Besuchern interagieren. Im Vortragsraum betrachten die Zuschauer das Bühnengeschehen und können Fragen an die Experten stellen. Die Protagonisten auf der Bühne können einzelne Zuschauer aus dem Publikum auf die Bühne holen. Nach der Auftaktveranstaltung kann frei in beliebig viele Breakout-Sessions gewechselt werden, in denen im kleineren Kreis interagiert werden kann. Jeder Teilnehmer hat volle Avatar-Interaktivität.

Das klingt sehr spannend. Ist das die Zukunft?

Blätzinger: Der diesjährige Kongress kann das persönliche Treffen in einer klassischen Präsenzveranstaltung nicht ersetzen. Er ermöglicht aber dennoch soziale Interaktionen, die weit über ein klassisches Online-Meeting hinausgehen.

Mit welchen Inhalten wollen Sie die Teilnehmer an den Bildschirm locken?

Matthes: Trotz des neuen Formates möchten wir an gewohnten Inhalten festhalten, die den TNT zu einem wichtigen Meeting der Deutschen Unfallchirurgen machen. So werden Neuigkeiten und Entwicklungen aus der Initiative TraumaNetzwerk DGU® und dem TraumaRegister DGU® vorgestellt. Wie gewohnt werden auch aktuelle Forschungsergebnisse zur Versorgung Schwerverletzter einen breiten Raum einnehmen. Auch unsere NIS-Trauma-Couch wird natürlich nicht fehlen. Außerdem werden wir in diesem Jahr erstmalig den NIS-Generali-Preis für Polytrauma-Versorgung vergeben. Darauf freuen wir uns schon sehr. Lassen Sie sich überraschen!

Blätzinger: Wichtig ist uns, die Interaktionsmöglichkeiten der neuen Technologie voll auszunutzen, so wird der Austausch mit Kollegen abseits des Kongressprogrammes ein wichtiges Element sein.

Traditionell wird der TR-Jahresbericht ausgegeben. Wie wird die Übergabe in diesem Jahr gestaltet?

Blätzinger: Wie genau die Ausgabe der Jahresberichte dieses Jahr erfolgen wird, kann ich noch nicht genau sagen.

Matthes: Ja, genau. Hier werden wir gemeinsam mit der AUC einen praktikablen Weg entwickeln. Auf jeden Fall werden wir wieder interessante Informationen zu Trends in Bezug auf die erfassten Zahlen und Neuerungen innerhalb des Registers in den Mittelpunkt unseres Kongresses stellen.

Wieviel Zeit muss man für den virtuellen Kongresstag einplanen?

Matthes: Das Kongressprogramm findet am 11. September 2020 von 14 bis 18 Uhr statt. Danach soll der kollegiale Austausch im Zentrum stehen. Auch Tipps und Tricks sowie Fragen an die Experten werden ihren Raum finden. Das genaue Programm ist nun fertig und steht zum Download bereit. Die kostenfreie Anmeldung ist bereits jetzt unter bikmed möglich.

Autor:  Das Interview führte Susanne Herda, Öffentlichkeitsarbeit DGOU/DGU
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