19.11.2018

Qualität und Sicherheit

Neue Leitlinie zur Behandlung von Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule

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Die Leitlinie zur Behandlung von Verletzungen der thorakolumbalen Wirbelsäule ist jetzt veröffentlicht. Sie gibt Medizinern Empfehlungen zu Verletzungen im Bereich von Brust- und Lendenwirbelsäule und zu verschiedenen Therapieansätzen. Die S1-Leitlinie wurde federführend von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie (ÖGU) entwickelt.

Die Bedeutung von Wirbelsäulenverletzungen in unfallchirurgischen Kliniken nimmt stetig zu. Dies liegt zum einen an dem Anspruch der Menschen, auch im hohen Alter möglichst mobil zu sein. Zum anderen werden Freizeitaktivitäten im Extremsportbereich immer beliebter. Die Folgen sind Stürze mit zum Teil schweren Verletzungen. Da die Wirbelsäule unmittelbaren Bezug zum Rückenmark mit den umliegenden Nervenwurzeln hat, kann eine Verletzung der Wirbelsäule folgenschwere Auswirkungen auf die Bewegungsorgane und damit auf das gesamte Leben haben. Um die Lebensqualität von Patienten langfristig zu erhalten, ist daher neben einer adäquaten Erstversorgung auch die Auswahl der diagnostischen Verfahren wesentlich für den Erfolg der Behandlung.

Die jetzt veröffentlichte Leitlinie zu Verletzungen der thorakolumbalen Wirbelsäule setzt hier an: Sie gibt Orientierungs- und Entscheidungshilfen für Ärzte von der Primärversorgung am Unfallort und den Transport über notwendige klinische Untersuchungen bis hin zur Wahl der optimalen Therapieform. Ziel ist es, die Sicherheit bei der Beurteilung von Verletzungen und Frakturen der Wirbelsäule und der anschließenden Behandlung zu erhöhen.

Die Leitlinie ist online bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) abrufbar. Darüber hinaus ist sie in der neuen Auflage von „Leitlinien Unfallchirurgie“ enthalten. Die Publikation gibt es als Printversion und als E-Book.

Quelle: Website der DGU

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