08.09.2017

Qualität und Sicherheit

Patientenleitlinie zum Kreuzschmerz ist zur Kommentierung freigegeben

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Nachdem die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) „Nicht-spezifischer Kreuzschmerz“ im März dieses Jahres aktualisiert wurde, ist nun auch die dazugehörige Patientenleitlinie überarbeitet. Sie überträgt die Empfehlungen der NVL von der fachspezifischen in eine allgemeinverständliche Sprache. Interessierte können den Entwurf der Patientenleitlinie noch bis zum 12. September 2017 online kommentieren.

Rückenschmerzen sind oft harmlos und verschwinden meist nach kurzer Zeit von allein. Häufig lässt sich keine genaue Ursache für die Beschwerden feststellen. Wenn Schmerzen im Kreuz von Dauer sind oder immer wiederkehren, kann das den Alltag der Betroffenen erheblich einschränken. Die Patientenleitlinie informiert darüber, warum Bewegung bei Kreuzschmerzen wichtig ist und Mediziner häufig keine Bildgebung veranlassen. Zudem erklärt sie, welche Methoden Experten bei welchem Beschwerdebild empfehlen und von welchen sie abraten.

Alle interessierten Fachexperten, Betroffenen und Selbsthilfe- und Patientenverbände können die Konsultationsfassung der Patientenleitlinie ab sofort kostenfrei herunterladen, kritisch prüfen und ihre Anmerkungen abgeben. Kommentare können frei formuliert oder in einem Fragebogen notiert bis zum 12. September 2017 gesendet werden an:

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailDr. Sabine Schwarz
Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin
Fax: 030 – 4005 2555

Das Redaktionsteam sichtet alle Rückmeldungen und entscheidet dann, ob diese in der endgültigen Fassung der Patientenleitlinie berücksichtigt werden.

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien (NVL) steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) beauftragt. Experten und Patientenvertreter verschiedener Organisationen und Institutionen arbeiten zu ausgewählten Krankheitsbildern zusammen, um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene und evidenzbasierte Patientenversorgung darzustellen.