PresseDKOU

Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung

Für den Preis zur Förderung der Rehabilitationsforschung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) können wissenschaftliche Arbeiten aus Klinik, Forschung und Praxis eingereicht werden, die den Nutzen und Erfolg der Rehabilitation nach Verletzungen und Erkrankungen aus dem Gebiet Orthopädie und Unfallchirurgie untersuchen.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Klinikgruppe Enzensberg gestiftet.

Die Verleihung des Preises findet jedes Jahr auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) im Oktober statt.

Die eingereichte Arbeit kann in einer deutschen oder fremdsprachigen Zeitschrift oder in Buchform veröffentlicht oder in einem Manuskript niedergelegt sein. Bereits anderweitig ausgezeichnete Arbeiten oder solche, die sich aktuell in einem Preiswettbewerb befinden, können nicht eingereicht werden. Der Bewerber muss Erstautor sein.

Im Antrag muss die besondere Bedeutung der Arbeit für das Förderthema erläutert werden. Die Bewerbung ist mit einer Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse in deutscher Sprache sowie der ausgefüllten Datenschutzerklärung per Email und bitte ausschließlich als PDF-Dateien bei der Geschäftsstelle der DGOU einzureichen.

Die Bewerbungsfrist wurde auf den 15. Juni verlängert.

2019

Dr. Wolfgang Geidl, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Judith Wais, Eberhard Karls Universität Tübingen

„Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation: eine Bestandsaufnahme auf Einrichtungs- und Akteursebene“

In ihrer Arbeit analysierten die Wissenschaftler den Status quo der Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation mit Fokus auf das Thema Bewegungsförderung. Die Ergebnisse liefern die Basis für eine systematische Verbesserung der Konzept- und Prozessqualität einer evidenzbasierten und nachhaltigen Bewegungstherapie.


2018

Dr. Maren Schütz, Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein evangelischer Stift St. Martin in Koblenz

„Evaluation der Effektivität einer stationären, strukturieren Rehabilitation bei Patienten nach operativen Eingriffen an der Lendenwirbelsäule in Abhängigkeit des Abstandes zur Operation sowie an einem konservativ behandelten Kollektiv“

In ihrer Studie hat die Fachärztin für O und U gezeigt, dass Patienten, die an der Lendenwirbelsäule operiert wurden und nach einem standardisierten, manualisierten Reha-Programm übten, weniger Einschränkungen im Alltag erlebten, weniger unter Schmerzen litten und seltener die Therapie abbrachen oder erneut operiert werden mussten. Diese Effekte einer strukturierten Rehabilitation zeigten sich ebenso bei Patienten mit chronischen Beschwerden an der Wirbelsäule, die nicht-operativ therapiert wurden.

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2017

Dr. Lena Tepohl und Prof. Dr. Gert Krischak, MBA, Universität Ulm

„Gesundheitsökonomische Bewertung des Nutzens der medizinischen Rehabilitation unter Berücksichtigung von zukünftigen demografischen Entwicklungen“

In der Arbeit der beiden Wissenschaftler zeigte sich, dass Reha-Patienten innerhalb von zwei Jahren nach der Reha 14 Tage seltener arbeitsunfähig sind als Patienten, die keine Reha erhalten haben. Zudem belegt die Untersuchung das bessere Kosten-Effektivitäts- sowie Kosten-Nutzen-Verhältnis der Rehabilitation: Der volkswirtschaftliche Effekt von Reha-Maßnahmen ist mit mehr als 11.000 Euro pro Person beziffert.


2016

Prof. Dr. Wolfgang Kemmler, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

„Körperliches Training, Fraktur und Knochendichte – Finale Ergebnisse der Erlanger Fitness und Osteoporose-Präventions-Studie (EFOPS)”

Der Wissenschaftler hat in seiner Studie den Einfluss von ambulantem körperlichen Training auf die Knochendichte und -festigkeit untersucht. In der Studie zeigte sich, dass das Risiko für osteoporotische Knochenbrüche in der Trainingsgruppe um etwa 60 Prozent niedriger ist als in der Kontrollgruppe. Damit belegt die EFOPS-Studie das hohe fraktur­präventive Potenzial von Rehabilitationssport, das leicht über dem Effekt einer medikamentösen Therapie liegt.


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