Deutscher Journalistenpreis Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) loben jährlich den Deutschen Journalistenpreis Orthopädie und Unfallchirurgie (JOU) aus – 2018 bereits zum neunten Mal.

Mit der Würdigung herausragender Publikationen aus den Bereichen Print, Rundfunk und Online-Medien möchten die Verbände die Qualität der Berichterstattung über orthopädisch-unfallchirurgische Themen fördern und die wachsende Bedeutung des Faches in der Öffentlichkeit sichtbar machen.

Ausgezeichnet werden herausragende journalistische Beiträge, die ein Thema aus der konservativen oder operativen Orthopädie und Unfallchirurgie fachlich fundiert, verständlich und differenziert darstellen. Das können z.B. Veröffentlichungen zu Prävention, Therapie und Rehabilitation sowie Krankheitsverläufen oder Innovationen sein. Die Beiträge sollten die Bedeutung der Orthopädie und Unfallchirurgie für die Gesellschaft herausstreichen und dem Mediennutzer als Orientierung und Entscheidungshilfe dienen.

Der Journalistenpreis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Er kann von der Jury auf mehrere Arbeiten aufgeteilt werden.

Bewerbung

Die eingereichten Beiträge müssen in einem deutschsprachigen Medium (Print, Hörfunk, Fernsehen, Online) zwischen dem 1. September 2018 und dem 31. Juli 2019 erschienen sein. Die Beiträge sollen sich durch gründliche Recherche, redaktionelle Unabhängigkeit, interessante Aufarbeitung und sachliche Korrektheit auszeichnen. Je Autor kann nur ein Beitrag eingereicht werden. Auch Autoren-Teams können sich bewerben.

Mit der Bewerbung müssen eingereicht werden:

  • das ausgefüllte Formular Stammblatt JOU
    (Bitte Stammblatt vor dem Ausfüllen herunterladen und lokal speichern.)
  • für Printmedien: ein PDF-Dokument des Textes und eine Kopie des Originalbeitrags
  • für Hörfunkbeiträge: eine DVD oder eine MP3-Datei mit dem Beitrag sowie Sendetermin und/oder Mediathek-Adresse
  • für TV-Beiträge: eine DVD oder eine MP4-Datei oder eine Datei im Format WebM/HTML5 mit dem Beitrag sowie Sendetermin und/oder Mediathek-Adresse (bitte keine MP2-Datei/DVD Video-TS)
  • für Online-Beiträge: ein Link auf den Beitrag oder ein PDF-Dokument samt Schaltzeiten


Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 31. Juli 2019 einzureichen
:

Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU)
Janosch Kuno
Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin

Jury

Eine unabhängige Jury bewertet die eingereichten Beiträge und ermittelt die Preisträger. Die Jury setzt sich aus verschiedenen Medienvertretern, einem Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit sowie Repräsentanten der ausrichtenden Verbände zusammen.

Preisverleihung

Der Journalistenpreis wird auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) verliehen, der vom 22. bis zum 25. Oktober 2019 in Berlin stattfindet. Die Preisverleihung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.

Kontakt für Rückfragen

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail Janosch Kuno

Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU)
Tel.: 030 – 7974 4455

Preisträger

JahrPreisträgerWeiteres
2018Elmar Krämer, Deutschlandfunk Kultur: „Orthese, Prothese, Exoskelett. Technik für den Körper“
Für die Jury hat der Journalist mit seinem Beitrag ein hochentwickeltes Segment aus Orthopädie und Unfallchirurgie informativ und fesselnd vorgestellt. Mit einem Mix aus technischer Detailtreue und anschaulichen Beispielen gelingt ihm ein überzeugender journalistischer Beitrag. Krämers Credo: Kaputte Gelenke oder amputierte Gliedmaßen bedeuten heute nicht mehr das Ende der Beweglichkeit. So kann eine hochentwickelte Prothese ein amputiertes Bein derart ersetzen, dass sogar Leistungssport möglich ist. Krämer nimmt den Hörer mit eingespielten Science-Fiction-Episoden mit auf eine Reise zwischen Zukunftsvision und Realität. Deutlich wird, dass vieles, was in puncto technischer Erweiterung des Körpers einst Fiktion war, heute bereits Realität ist.

Beitrag

Pressemitteilung

2018

Sebastian Kretz und Hans Hansen, GEO: „Ein neuer Blick auf die Stütze des Lebens“
Der Beitrag erhielt einen Sonderpreis für ein außergewöhnliches Konzept und überragende Bildsprache. Er überrascht mit großformatigen Fotos von Hansen, die nackte Rücken von Menschen verschiedenen Alters zeigen. Die Rücken lassen sich lesen wie Landschaften, jeder ist individuell und einzigartig. Die Haut zeigt Narben, Flecken und Falten – Spuren, die das Leben hinterlassen hat. Kretz greift in seinem Beitrag die viel verbreiteten Rückenleiden auf. Seine Botschaft: Wenn der Rücken schmerzt, ist es wichtig, den ganzen Menschen zu betrachten. Das gelungene Zusammenspiel von Überschrift, Layout, Bildern und Text überzeugte die Jury.

 

Beitrag

Pressemitteilung

2017Jörn Auf dem Kampe, GEO: „Geschmeidig bleiben“
In seinem Beitrag reduziert der Autor das Thema Arthrose nicht auf die Dimension des altersbedingten Defekts. Vielmehr entwickelt er es zu einer anschaulichen Einführung in den menschlichen Bewegungsapparat. Er beschreibt die komplexen Strukturen von Gelenken und Knorpeln mit Hilfe treffender Bilder, erläutert relevante Forschungsvorhaben und gibt nebenbei auch Hinweise, wie Beschwerden vorzubeugen ist beziehungsweise wie sie gelindert werden können. Für die Jury hat Auf dem Kampe damit eine häufig thematisierte Erkrankung sprachlich außerordentlich gelungen aufgegriffen und mit Hilfe von Fotos und Infoboxen sehr ansprechend dargestellt. Seine komplexen Rechercheergebnisse aus den Bereichen Medizin und Anthropologie lässt er plastisch in den Text einfließen. Deshalb lässt sich auch gut nachvollziehen, was das Credo seines Textes ist: Trägheit ist angesichts der menschlichen Anatomie keine Alternative.
Pressemitteilung
2016Michael Brendler, Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS): „Arthrose – die vergessene Volkskrankheit“
 In dem Artikel beschreibt der Journalist, dass Arthrose fast jeden Zweiten trifft, Belege für eindeutige Krankheitsursachen jedoch nach wie vor fehlen. Weil die Mechanismen der Arthroseentstehung komplex sind, wird die Forschung nach Medikamenten erschwert. Damit hat Brendler eine häufig thematisierte Erkrankung unter einem neuen, klugen Blickwinkel aufgegriffen: Er schildert informativ und vielstimmig die Herausforderungen für Wissenschaft und pharmazeutische Industrie.
Beitrag
Pressemitteilung
2016Andrea Hauner-Wagner, Schweizer Radio und Fernsehen (SRF): „Der Rücken – stark und sensibel“
In ihrer Reportage geht die Autorin vielen Aspekten nach, die im Zusammenhang mit der Rückengesundheit thematisiert werden: mehr Bewegung, regelmäßiger Sport, gute Schuhe und Matratzen.
Durch die verschiedenen Einlagen einer Pantomimin weist sie auch darauf hin, dass innere und äußere Haltung zusammenhängen – und beides veränderbar ist. Mit klaren Bildern, originellen Filmsequenzen hat Hauner-Wagner auf das Thema Rückengesundheit aufmerksam gemacht, in dem sie einen zugleich heiteren und ernsthaften Beitrag zu einem häufigen Beschwerdebild geschaffen hat.
Pressemitteilung
2016Mike Böhme, Claudia Brock, Kathrin Elsner, Bettina Koch, Dr. Caroline Mayer, Dr. Henrike Otterjahnn und Michael Timm, Hörzu Gesundheit: „Starke Knochen – Gesunde Gelenke"
Das Autoren-Team erhielt den Sonderpreis für das Sonderheft, in dem Orthopäden und Unfallchirurgen Ratschläge für einen gesunden Muskel-Skelett-Apparat geben. Die Experten erläutern darüber hinaus die neuesten Forschungsergebnisse und erklären, welche Behandlungsmöglichkeiten es für Erkrankungen wie Rheuma, Arthrose oder Osteoporose gibt. Zudem diskutieren sie den Einsatz künstlicher Gelenke. Dem Team ist es gelungen, viele Aspekte von Knochen- und Gelenkgesundheit gut verständliche darzustellen.
Beitrag
Pressemitteilung
2015

Katrin Ewert, Focus-Gesundheit: „Aus der Bandscheiben-Werkstatt“

Die Journalistin wurde für ihre Reportage „Aus der Bandscheiben-Werkstatt“ im Focus-Gesundheit vom 18.11.2014 ausgezeichnet. In ihrem Beitrag beschreibt Ewert die Anstrengungen von Forschern und Medizinern, den Bauplan einer Bandscheibe zu entschlüsseln und den Wunsch, lädierte Bandscheiben durch Metall-Prothesen oder Biomaterial ersetzen zu können. Damit hat sie ein aktuelles Forschungsthema originell, verständlich und informativ aufbereitet. Durch die bildhafte und spannende Sprache ist es Ewert gelungen, den Leser in ein Medizin-Labor mitzunehmen und ihm Einblicke in die Möglichkeiten und Grenzen der Wissenschaft zu geben.

Beitrag

 

2015Cornelia Fischer-Börold, rbb: „Praxis-Check Hüfte – Aus Alt mach Neu“

Pressemitteilung

2014Ingo Bach, Suse Grützmacher, Leonard Hillmann, Laura Holdack, Anna Ilin, Frieder Piazena, René Reinheckel, Tagesspiegel: Sonderheft Gesund mit dem Schwerpunktthema Orthopädie

Sonderheft Gesund

Pressemitteilung

2014Oliver Wittkowski, Hilmar Liebsch, SWR Odysso: „In letzter Sekunde – Die Notfallretter von Ludwigshafen“

Beitrag

Pressemitteilung

2014Johanna Bayer, Reinhart Brüning, Hubert Filser, Ulf Kneiding, Ingo Knopf, Wolfgang Lemme, Carsten Linder, Kristin Raabe, Marion Werner, Ranga Yogeshwar, WDR Quarks & Co: „Leben mit Knochen aus Glas“

Beitrag

Pressemitteilung

2013Max Rauner, ZEIT Wissen: „Die Auferstehung”Beitrag
2013Sigrun Damas, NDR Visite: „Kunstgelenk-OP – Mehr Sicherheit durch Zertifikat”
2012Bert und Heidi Umbreit: „Tour in Ungewisse - Die unverwüstlichen Vier”; Harold Woetzel: „Mordskerle - Zwei Jungs kämpfen sich zurück ins Leben”
2011Kerstin Quassowsky, Volker Weinl, Bild am Sonntag: „Hand im Glück”
2010Dr. Luitgard Marschall, ApothekenUmschau: „Ein packender Gedanke”

Kontakt

Opens window for sending emailSusanne Herda
Tel.: 030 – 340 603 606

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Tel.: 030 – 340 603 616

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