08.01.2020

Pressemitteilung der DGOU

Neue Führung bei der DGOU: Präsidenten gehen die Herausforderungen im Fach O und U an

Prof. Dr. Dieter C. Wirtz und Prof. Dr. Michael J. Raschke (v.l.) © T. Tanzyna / Intercongress

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hat eine neue Führungsspitze. Ab dem 1. Januar 2020 ist Prof. Dr. Dieter C. Wirtz Präsident der DGOU. Er ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Bonn. Die stellvertretende DGOU-Präsidentschaft übernimmt Prof. Dr. Michael J. Raschke, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Münster. Prof. Dr. Dietmar Pennig, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Handchirurgie und Orthopädie am St. Vinzenz-Hospital (Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Köln), übernimmt in diesem Jahr das Amt des Generalsekretärs. Prof. Dr. Bernd Kladny, Chefarzt der Orthopädischen Abteilung der Fachklinik Herzogenaurach, ist stellvertretender Generalsekretär.

Die DGOU-Mitgliederversammlung wählte Wirtz und Raschke im Oktober 2019 für die Amtszeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 an die Spitze der Fachgesellschaft. Beide übernehmen 2020 zudem die Präsidentschaft ihrer Muttergesellschaften: Wirtz ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), Raschke ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Dieter C. Wirtz (53) studierte von 1986 bis 1992 Medizin und promovierte 1993 an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen. 2001 habilitierte sich Wirtz dort für das Fach Orthopädie. 2006 wurde er als Professor an den Lehrstuhl für Unfallchirurgie/Orthopädie der Universität Bonn berufen. Im selben Jahr wurde er Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, ab 2008 Geschäftsführender Direktor des Chirurgischen Zentrums der Universität Bonn. Wirtz ist seit 2016 Präsidiumsmitglied in der AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik sowie Nationaldelegierter der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) in der European Federation of National Associations of Orthopedics and Traumatology (EFORT). Im Verlauf seines Berufslebens erwarb Wirtz zahlreiche Auszeichnungen, Preise und Stipendien auf medizinischem Gebiet und bekleidete hochrangige Ämter in wissenschaftlichen Vereinigungen.

Michael J. Raschke (60) studierte von 1979 bis 1985 Medizin an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz. Er promovierte 1987 an der Medizinischen Universität zu Lübeck. 1997 schloss er sein Habilitationsverfahren für das Fach Chirurgie ab. Von 1999 bis 2003 arbeitete er in der Ständigen Vertretung der Klinikleitung als leitender Oberarzt bis zur Ernennung zum außerplanmäßigen Professor der Medizinischen Fakultät Humboldt Universität Berlin, Charité Campus Virchow Klinikum. Seit 2003 ist Raschke Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster. Von 2003 bis 2010 war er Leiter der Arbeitsgemeinschaft "Alterstraumatologie" der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. 2012 wurde er Mitglied im Vorstand der Deutschen Kniegesellschaft. Von 2013 bis 2018 war er Präsident der AOTrauma Deutschland. Raschke ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Vereinigungen sowie Autor und Herausgeber bedeutender medizinischer Publikationen.

Kongresspräsidenten des Deutschen Kongresses für Orthopädie und UnfallchirurgieDr. Burkhard Lembeck, Prof. Dr. Michael J. Raschke und Prof. Dr. Dieter C. Wirtz (v.l.) © T. Tanzyna / Intercongress
Als Präsidenten der DGOOC und der DGU sind Prof. Dr. Dieter C. Wirtz und Prof. Dr. Michael J. Raschke auch Kongresspräsidenten des diesjährigen Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie 2020 (DKOU), gemeinsam mit dem Kongresspräsidenten des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), Dr. Burkhard Lembeck. Mit mehr als 10.000 Besuchern ist der DKOU der europaweit größte Kongress auf seinem Gebiet. 2020 findet er vom 20. bis zum 23. Oktober in Berlin statt. Ein Schwerpunkt wird in diesem Jahr das Thema Nachhaltigkeit und Ökologie in Kliniken sein, denn Verpackungsmaterialien und Einweginstrumente führen tagtäglich zu gigantischen Müllmengen und belasten damit den „ökologischen Fußabdruck“ von Kliniken. Ein weiteres Schwerpunktthema wird der Umgang mit Komplikationen, der in einem guten Komplikationsmanagement Niederschlag finden muss. Auch um die Patientengruppe „Best Ager Plus“ wird es gehen, und welche neuen Herausforderungen sich für O und U dabei ergeben.

Das Motto des DKOU 2020 lautet „Vereinte Vielfalt“. Es verdeutlicht, dass die Vereinigung der ehemals eigenständigen Fächer Orthopädie und Unfallchirurgie abgeschlossen ist, und zwar unter Erhalt der Vielfalt der facettenreichen Fächer. Das Kongressmotto ist ein Leitmotiv dafür, dass Orthopäden und Unfallchirurgen ihre Patienten vom Säuglingsalter bis zum fortgeschrittenen Alter, von der konservativen Therapie bis zur 3-D-unterstützten Operation behandeln. „Wir arbeiten in einem ökonomisch bestimmten Umfeld, welches durch immer mehr Regulierung und strukturellen Investitionsstau gekennzeichnet ist. Gleichzeitig nimmt in einer alternden Gesellschaft der berechtigte Patientenwunsch an mehr Lebens- und Versorgungsqualität deutlich zu. Individualisierte Behandlungsmethoden mit einem hohen Spezialisierungsgrad sind heute der gesellschaftliche Anspruch“, unterstreicht Wirtz das Kongressmotto. Als Gastland haben die Kongresspräsidenten dieses Jahr Indien eingeladen: „Unser farbenfrohes vielfältiges Gastland Indien blickt auf eine lange Geschichte traditioneller medizinischer Methoden zurück. Es erlaubt uns, unsere Inhalte und Botschaften an unsere Fachkollegen in Indien zu transportieren. Umgekehrt werden wir von dem enormen Erfahrungsschatz beim Umgang mit einer vielfachen Anzahl von Verletzten und Verletzungsfolgen profitieren“, sagt Raschke.

Die Arbeit der beiden neuen DGOU-Präsidenten Prof. Dr. Dieter C. Wirtz und Prof. Dr. Michael J. Raschke wird unterstützt durch den Geschäftsführenden Vorstand und den Gesamtvorstand sowie 20 weiteren Gremien.

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